* Was muss ich beachten, wenn ich einen Papagei kaufen will?

* Wie teuer ist die Papageienhaltung?

* Welche Voraussetzungen braucht ein Papagei zum Leben?

* Was ist besser für Papageien: Nachzucht oder Wildfang?


Was muss ich beachten, wenn ich einen Papagei kaufen will?

Bevor Sie einen Papagei erwerben, sollten Sie sicher sein, dass Sie alles zum Wohle des Vogels erfüllen können, denn Sie übernehmen die Verantwortung für ein langes, ausgefülltes Vogelleben mit all seinen "Höhen und Tiefen"! Lassen Sie sich Zeit, bevor Sie sich für einen Papagei entscheiden. Keine Spontankäufe oder Tiere verschenken, die dann keiner haben will.

Der Papagei muss in Ihr Umfeld passen. Sie sollten mit der Haltung des Papageis nicht überfordert sein, denn auch Papageien versuchen, sich durchzusetzen, sie kreischen manchmal so laut wie Kinder, sind sensibel, leiden, trauern, fühlen genauso wie wir Menschen.

Schauen Sie sich die Tiere und deren vorherige Haltung sorgfältig an. Ein negatives Umfeld oder schlechte Ernährung prägt oder schadet einem Vogel im Vorfeld.

Achten Sie darauf, dass Sie auch nach dem Kauf eines Vogels einen Ansprechpartner haben, der Ihnen auch nach dem Kauf zur Seite steht.

Man bekommt fast alle Vögel aus Nachzuchten und sogar liebevoll aufgezogene Handaufzuchten, welche den Menschen von vornherein akzeptieren.

Papageien sind keine Lebewesen, die ihr ganzes Leben alleine verbringen sollten. Wir raten daher jedem Vogelliebhaber dringend, dem Papagei einen Partner zu geben. Jeder Papagei sehnt sich nach einem Artgenossen.

Der Käfig sollte angemessen groß sein. Zur Grundausstattung gehören Stöcke zum Knabbern, Seile zur Fußpflege und natürlich Spielzeug. Letzteres sollten Sie gelegentlich auswechseln. Papageien haben eine Intelligenz, die mit der eines vierjährigen Kindes vergleichbar ist. Kinder spielen auch nicht gerne jahrelang mit denselben Bauklötzen.

Jeder Papagei braucht genügend Zeit für seinen täglichen Freiflug. Dazu gehört auch die Zuwendung von uns Menschen!

Wie teuer ist Papageienhaltung?

Handaufgezogene Papageien gibt es nicht zu Sommerschlussverkaufspreisen. Wer sich einen Papagei anschaffen will, einen Gefährten für Jahrzehnt, der sollte nicht versuchen, noch ein paar Euros zu sparen.

Ein Papagei ist nicht nur teuer in der Anschaffung. Auch die Folgekosten dürfen Sie nicht belasten, sei es Spielzeug, Futtermittel, Obst, Gemüse, Kräuter, Tierarztkosten. Es kann durchaus vorkommen, dass der Vogel die Wohnungstür bearbeitet, die schöne Halskette oder die Bluse oder das Hemd zerbeißt oder mit Genuss die ungelesene Zeitung zerlegt.

Welche Voraussetzungen braucht ein Papagei zum Leben?

Ein Papagei sollte grundsätzlich nicht alleine gehalten werden. Ein geräumiger Käfig zum Klettern, Spielen und Turnen ist Grundvoraussetzung für die Papageienhaltung. Ebenso müssen ausreichend Sonnenlicht und ein gutes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchte (60 bis 80 %) vorhanden sein. Zugluft oder die Nähe von Heizungen sind absolut zu vermeiden! Regelmäßig Baden oder Duschen, Spielzeug, Turn- und Klettermöglichkeiten, genügend Beschäftigung sowie täglich mindestens 3 Stunden Freiflug müssen vorhanden bzw. möglich sein. Papageien kränkeln oder rupfen sich aus Langeweile, wenn sie vernachlässigt und alleine gelassen werden.

Was ist besser für Papageien: Nachzucht oder Wildfang?

Für jeden Tierliebhaber sollte die Regel gelten: Wenn ein Papagei, dann auf jeden Fall eine Nachzucht, ein Papagei, der in Menschenhand aufgewachsen ist.

Auf Papageien-Wildfänge sollten auch Sie grundsätzlich verzichten. Dazu gehören auch die Papageien, die immer wieder billig in Zeitschriften angeboten werden (sogenannte "Wandervögel"). Denken Sie an die Trauer dieser Papageien, die aus ihrer wunderbaren gewohnten Umgebung herausgerissen oder von ihren Partnern für immer getrennt werden, an die Qual des Fangs, den barbarischen Umgang mit den sich wehrenden Papageien, die Transporte in engen Pappröhren, Säcken oder Kisten, die 40 Tage Quarantäne mit Antibiotika, die meist Leberschäden verursachen, und immer wieder Transporte.

Viele Papageien überleben diese Strapazen nicht. Das Leid dieser Tiere ist größer als Sie denken. Wildfang-Papageien sind in den meisten Fällen verhaltensgestört. Manche finden ihr ganzes Leben lang kein Vertrauen mehr zu Menschen.

Wenn Sie dennoch unbedingt einen Wildfang zähmen möchten, versuchen Sie es doch mit einem Puma, dann sind die Chancen für beide Seiten spannender.

Wenn Sie all dies auf sich nehmen wollen, ein Lebewesen fürsorglich und ohne Wenn und Aber zu halten, dann steht dem Erwerb Ihres Traumvogels nichts mehr im Wege.